Hast du schon einmal von invasiven Pflanzen (invasive Neophyten) gehört? Das sind Pflanzen, die nicht in unser örtliches Ökosystem gehören, vom Mensch eingeschleppt wurden und sich nun unkontrolliert verbreiten. Da sie hier keine Fressfeinde haben, kann ihr Bestand nur schwer kontrolliert werden. So verdrängen sie einheimisch Pflanzen, auf die unsere lokale Tierwelt angewiesen ist. Daher ist das es verboten invasive Neophyten in den Garten zu pflanzen.

Mehr zu dem Thema kannst du auf der Internetseite NaturaDB nachlesen.
Natürlich gibt es auch gebietsfremde Pflanzen (Neophyten) die kein Problem für unsere Natur darstellen oder sogar Nahrung für unsere heimischen Insekten und Tiere bieten. Hier geht es nur um jene, die wirklich gefährlich durch ihre Ausbreitung werden und deshalb auf der sogenannten Unionsliste gelandet sind. Pflanzen und Tiere die hier gelistet sind, dürfen nicht in die EU eingeführt, gehalten, gezüchtet, gehandelt, verwendet, getauscht, zur Fortpflanzung gebracht und in die Umwelt freigesetzt werden. Diese Liste findest du hier.
Zusätzlich zur Unionsliste hat das Bundesamt für Naturschutz (BfN) eine nationale Liste erarbeitet. Sie lässt sich hier herunterladen. Auf dieser finden wir z. B. den Japanischen Staudenknöterich (Fallopia japonica) der (noch) nicht auf der Unionsliste steht aber bereits sehr große Schäden angerichtet hat.
Leider hat sich der Japanische Staudenknöterich auch in unserer Anlage ausgebreitet. Bei der Gemeinschaftsarbeit wurden in der Kolonie „Jenseits der Straße“ große Teile entfernt und über den Hausmüll entsorgt.

Im Merkblatt zur Nutzung von Kleingärten in Hamburg des LGH (Landesbund der Gartenfreunde in Hamburg e. V.) heißt es:
„Invasive Neophyten, d.h. nichtheimische Pflanzen, die sich stark verbreiten, wie z.B. div. Bambusarten, dürfen aus Gründen des Naturschutzes und der Landschaftspflege (siehe Präambel zur Gartenordnung) nicht verwendet werden.“
Als Kleingärtner*innen ist es unsere Aufgabe die Natur zu schützen. Es lohnt sich also auf einheimische Pflanzen zu setzen, die unserer Tierwelt als Nahrung dienen.